NeuentwicklungenDie Implantologie ist in der Zahnmedizin eines der entwicklungsreichsten und innovativsten Teilgebiete. Es entstehen sehr viele Neuentwicklungen und Ideen, die z.T.
jedoch ihre Bewährungsprobe und Akzeptanz noch in praxi beweisen müssen. Auch nicht jede Neuerung ist sinnvoll. Eine erfahrene und gründliche Abwägung ist dabei wichtig.
Zur Zeit beschäftigen sich die Neuentwicklungen zum Einen mit den Implantatlagern und damit mit de knöchernen Voraussetzungen der Patienten; Andererseits direkt mit den Implantaten, d.h. die Materialien, die Oberflächenbeschaffenheit und den Aufbauteilen. Allen gemeinsam ist das Ziel dem Natürlichen so nahe wie möglich zu kommen!
Eine Optimierung und Verbesserung des Knochenlagers bei verringertem
Knochenangebot im Einsetzgebiet der künstlichen Zahnwurzel kann mit Eigenknochen aus dem Kiefer oder anderen Körperregionen erfolgen. Hierbei entsteht jedoch eine weitere Wunde, die eine zusätzliche Belastung des Patienten darstellen kann.
Eleganter und schonender ist hier die Neuentwicklung des unten näher
dargestellten
PRP-Verfahrens ("Platelet Rich Plasma" =
thrombo-zytenreiches Plasma). Nach Eigenblutentnahme wird das Blut mehrmals zentrifugiert. Die so gewonnenen eigenen speziellen Blutbestandteile sind sehr hilfreich für den notwendigen zusätzlichen Knochenaufbau und der schnelleren Einheilung und Weichgewebsregeneration.
Bei den Implantatmaterialien erreichen die Forschungen eine Verringerung der Einheilzeit. Die Vergrößerung der Implantat-Oberfläche durch
bestimmte Verfahrenstechniken erlauben die u.U. doppelt so schnelle Einheilung und Belastung gegenüber früher. In einigen Situationen ist auch eine
Sofortbelastung der
künstlichen Zahnwurzeln möglich.